Mittwoch, 30. Dezember 2009

Beitrag des Islams gleich Null

Der Philosoph Rémi Brague stellte in einem Interview klar, wie gross der Beitrag der Religion mit dem Namen Islam zur abendländischen Kultur ist: NULL. Der Einfluss ist also gelinde gesagt übertrieben worden.

Um seine Ausführungen zu verstehen muss man dies wissen: Brague unterscheidet zwischen dem Islam, der die Religion ist (in Bragues französischen Texten der Islam mit grossem I), und dem Islam, der den Kulturraum bezeichnet, in welchem der Islam herrschte (in Bragues französischen Texten der islam mit kleinem i). Im Machtbereich des Islam waren die Übersetzer Christen. Die Muslime sahen keinen Grund andere Sprachen zu lernen. In Europa griff man nur auf arabische Texte zurück, falls man gerade das griechische Original nicht zur Hand hatte.
Rémi Brague: Im neunten Jahrhundert wurden in Bagdad und anderen Gegenden viele griechische Werke zu Mathematik, Medizin, Philosophie, Astronomie und Astrologie ins Arabische übersetzt. Als der Westen Ende des elften Jahrhunderts anfing, sich für diese Dinge zu interessieren, war es in den von den Arabern eroberten Gebieten, in Spanien oder Sizilien, praktisch, die Werke aus dem Arabischen zu übersetzen, wenn man das griechische Manuskript nicht fand. [..] Spricht man vom Beitrag des Islam zur Entwicklung der abendländischen Kultur, wie es derzeit geschieht, muss man außerdem klarmachen, was man meint. Meint man die vom Islam geprägte Zivilisation, stimmt es. Meint man den Islam als Religionsgemeinschaft, war der Beitrag gleich null.

Inwiefern?

Brague: Kein einziger arabischer Übersetzer des neunten Jahrhunderts war Muslim. Es waren alles Christen, bis auf ein oder zwei, die der Gemeinschaft der Sabier angehörten.(Quelle)

In seinen Büchern geht Brague auch darauf ein, dass im Machtbereich des Islams die Philosophie eine Privatangelegenheit war, völlig getrennt von der Sphäre der Islamgelehrten, und von letzteren auch mit Misstrauen und Ablehnung betrachtet. In Europa hingegen war (und ist) Philosophie Voraussetzung für das Studium der Theologie.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Sekten

Sektenmerkmale (gemäss Infosekta)

Ausschlaggebend ist nicht die Etikettierung als  «Sekte», sondern die differenzierte Beurteilung einer Gruppe anhand ihrer Merkmale und deren Auswirkungen auf der persönlichen, familiären, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Ebene. Die folgenden Kriterien liefern eine Grundlage zur Einschätzung der Kritikwürdigkeit und Gefährlichkeit einer Gruppe. Dabei ist sorgfältig abzuwägen, ob eine Mehrzahl der Punkte in relevantem Masse zutrifft:

  • Struktur der Organisation: Gruppe mit straff hierarchischer und doktrinärer Struktur
  • Autoritäre Führung: Führergestalt mit prophetischen oder guruhafter Ansprüchen
  • Offenheit der Gruppe: Isolation und starke Abgrenzung der Gruppe nach aussen
  • Leistungen für die Gruppe: überteuerte Kursangebote oder Kosten für Lehrmaterial, Fronarbeit
  • Welt- und Menschenbild: Einteilung der Welt in Gut und Böse, Schwarz-Weiss-Denken
  • Absolutheitsanspruch: ausschliessender Glaube an die absolute Wahrheit des eigenen Systems, der eigenen Lehre, des eigenen Weges, der eigenen Methoden
  • Erlösungs- oder Heilsversprechen:  «Universalrezepte»  für sämtliche Probleme sowie irreale Machbarkeitsvorstellungen
  • Elitebewusstsein: Die Mitglieder der Gruppe verstehen sich als auserwählt, als spirituell weiterentwickelte Elite der Menschheit, als „Speerspitze“ des Wissens.
  • Endzeiterwartung: Gruppe erwartet Endzeit, Weltuntergang
  • Informationspolitik nach Aussen: keine offene Informationspolitik, irreführende Propaganda
  • Informationspolitik nach Innen: Selektion von Information bis hin zu bewusster Desinformation innerhalb der Gruppe
  • Umgang mit Kritik: Kritikverbot innerhalb der Gruppe; Bekämpfung von KritikerInnen ausserhalb
  • Milieukontrolle: Kontrolle und Überwachung aller Lebensbereiche
  • Rücksichtlose Methoden: getarnte oder irreführende Anwerbung, Indoktrination, Einsatz von bewusstseinsverändernden Methoden
  • Gedanken- und Gefühlskontrolle: durch Erzeugung eines schlechten Gewissens und von Angst wird das Mitglied manipuliert; durch exzessives Praktizieren von Entspannungstechniken und Meditation werden Gedanken und Gefühle kontrollierbar und manchmal sogar ein “innerer Führer” eingeführt, der das eigene Gewissen ersetzt

Sonntag, 27. Dezember 2009

Religionsfreiheit ist Meinungsfreiheit, nicht mehr.

Die Artikel zur Religionsfreiheit sollten alle abgeschafft werden, denn die Artikel zur Meinungsfreiheit reichen vollauf.

Jeder darf denken was er will, jeder darf sagen, was er will, jeder darf glauben, was er will, und er darf sich sogar zusammenschliessen zu Vereinen, in denen Gleichgesinnte sagen können, was sie wollen und glauben können, was sie wollen.

Freie Meinungsäusserung reicht. Jeder darf sagen, dass man alle Hühner auf den Mond schiessen soll, und wenn er glaubt, dass man daraus ein Gesetz machen soll, dann kann er eine Volksinitiative starten und sehen, was draus wird.

Wenn er dann die Abstimmung verliert, darf er glauben, dass er verkannt ist. Aber er darf daraus nicht schliessen, dass man in seiner Umgebung nicht mehr von Hühnern reden darf, und dass es keine Hühner mehr geben solle, bloss weil er das so findet.

Wer eine Meinung hat, der hat  deswegen noch kein Recht zu einer Konsequenz aus dieser Meinung, kein Recht auf eine Sonderregelung.

Religionen sind Meinungen. Einer meint, er habe eine Eingebung von Gott bekommen, und andere glauben ihm das. Sie meinen dass das real sei, und dass die Forderungen, die der von Eingebungen Beglückte habe, auch real seien und erst noch zu befolgen.

Das dürfen sie meinen. Eine Sonderregelung für diese Leute gibt es dennoch nicht, denn sie haben eine Meinung und nicht mehr.

Wenn mein Gott mir sagt, in einer Eingebung oder Offenbarung, dass ich ab sofort nur noch im Sitzen pinkeln darf, dann ist das ok für mich, und sicher auch für die Partnerin. Wenn mein Gott nun sagt, dass man nur auf goldenen Klositzen pinkeln darf, dann ist das auch ok für mich. Ich darf mir dann zuhause einen goldenen Klositz installieren. Kein Problem.

Aber das gibt mir kein Recht, in öffentlichen Toiletten goldene Klositze zu verlangen, weil mein Gott das will.

Das ist eine Meinung, und wenn es Gesetz werden soll, dann nur über den üblichen Weg, mit rationalen Argumenten, im demokratischen Prozess.

Es könnte ja sein, dass das allen gefällt, auf goldenen Klositzen zu pinkeln. Dann ist's ok - aber nur, weil alle das gut finden, nicht, weil ich meine, dass mir das mein Gott gesagt hat.

Religionsvorstellungen sind Meinungen. Nicht mehr.

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siehe auch Religion reicht nicht

Samstag, 26. Dezember 2009

Kolonialismus und Sklaverei

Manchmal ergeben zwei entfernte Dokumente zusammen eine ganz neue Information.

In der Kairoer Erklärung der Menschenrechte (1) steht in Artikel 11 b)
Kolonialismus jeder Art ist eine der schlimmsten Formen der Sklaverei.
Die Lanze gegen den Kolonialismus hat seinen guten Grund: Der Sklavenhandel ist in islamischer Hand, und das schon sein 1400 Jahren.

Der Kolonialismus seine Wurzeln in der Bekämpfung der Sklaverei, wie man bei Egon Flaig (2) nachlesen kann. So wurde zB Nordafrika von den Franzosen kolonialisiert, nachdem über Jahrhunderte die nordafrikanischen Staaten europäische Schiffe gekapert hatten, um Sklaven zu machen, und die ihrerseits Briten wandten eine ansehnliche Flotte auf, um dem Sklavenhandel aus Afrika Einhalt zu gebieten.

Wenn Kolonialismus den Sklavenhandel stoppt, ist das natürlich  islamischen Geschäft abträglich, und das ist in islamischer Logik Sklaverei, denn es gilt
[..] alle Staaten und Völker haben das Recht, ihre unabhängige Identität zu wahren und die Kontrolle über ihren Reichtum und ihre natürlichen Ressourcen selber auszuüben. (gleicher Artikel 11 b)

Absurd? Nein, ein Klassiker der islamischern Rhetorik: Moralische Verdrehung, auch moral inversion genannt (4):

Kolonialismus ist schlecht, weil er den Sklavenhandel bekämpfte.

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(1) Der Text findet sich hier, scrollen
(2) Links zu Egon Flaig - Interview bei Kewil, das Buch zur Geschichte der Sklaverei ist bei Amazon hier
(3) Zusammenfassung und Link zum Brief von Jefferson an seine Regierung hier
(4) moral inversion ist die Technik, dem Gegenüber die Schuld an der eigenen Untat zu geben. So ist es zum Beispiel moral inversion, den Juden die Schuld an ihrer Vernichtung zu geben.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Kolonialismus

Aufgeschnappt in den Weiten des Internets:
Wenn man in ein Land geht, das nicht das eigene ist, und von den Einwohnern verlangt, Gesetze, Gepflogenheiten, Sprache und Religion zu ändern, dann ist man kein Migrant, sondern ein Kolonialist.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Al-Qaradawi verbietet Weihnachten

Fernsehprediger Jussuf al-Karadawi verbietet Weihnachten. Der bekannteste Prediger des islamischen Raums "kann als eine der obersten zeitgenössischen Autoritäten im sunnitischen Islam betrachtet werden und gilt in der islamischen Welt als wichtige moralische Instanz" (Quelle).
"Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben", wetterte er in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten. Man müsse es den Christen in den islamischen Ländern verbieten. Denn solche Feste seien "haram", verstießen also gegen den islamischen Glauben. (Quelle)
In üblicher Kompetenz verwechselt er auch noch gleich Geburtstag Christi und Besuch der Weisen, und das entsprechende Datum
Der Scheich setzte seiner Tirade sogar noch einen drauf und spottete über die Christen, die sich auf kein bindendes Geburtsdatum Christi einigen konnten. "Die westlichen Kirchenfeiern am 25. Dezember, die anderen am 7. Januar. Sie sind sich nicht einmal sicher, ob Jesus im Winter oder im Sommer geboren wurde", frotzelte der lange über alle Kritik erhabene Imam.
Der hoch kompetente Mann hat auch den Europäischen Fatwa-Rat gegründet, gibt damit europäischen Muslimen Rat in Glaubens- und Verhaltensfragen und er hat einen Leitfaden für Muslime in fremden Landen geschrieben, der auch Nicht-Muslime über den Islam kompetent aufklärt und Vorurteile klärt.

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Hintergrundinfo gibt es im Artikel Fatwa für den Weihnachtsgruss, ebenso im ersten Kommentar des entsprechenden Artikels bei kewil
To wish the non-Muslims with Merry Christmas or any of their religious festivals is haraam (forbidden) (Quelle)
und bei karleduard
kein Einziger von den Großgelehrten hat gesagt, man darf die Feste der Kuffar (Ungläubige) feiern! … Das geht also auch so weit, dass wir keine Geschenke oder Glückwünsche annehmen dürfen, die bezüglich ihrer Feste sind. Denn damit unterstützen wir sie in ihrer Meinung, dass sie ihr Fest feiern richtig ist.
Nett, richtig nett.

Djihad heute und morgen

Aiman Mazyek wendet sich an seine Glaubensgenossen mit dem Aufruf, sich zu mässigen:
Es ist nicht immer leicht, aber Djihad heißt heute: das Ego mit seinen vorschnellen Emotionen und Urteilen in Schach zu halten und Mäßigung, Mäßigung und nochmals Mäßigung zu üben. (Quelle)

Für mehr Djihad ist auch morgen noch Zeit.

Also nicht immer gleich in den Strassen herumtoben, wenn eine Muslimin angegriffen wird - es könnte ja ein Muslim gewesen sein, und dann wäre das Geschrei peinlich. Und ganz wichtig:
Das schadet dem Image des Islam ..
Und das verhindert seine Ausbreitung. Wo doch ..
.. die Aufgabe eines Muslims in der Gesellschaft uneingeschränkt die des Friedenmachens ist.
Und was Frieden auf islamisch heisst, wissen wir alle.

Was für Herrn Mazyke nicht der Erwähnung wert ist: Dass ein normaler Mensch unabhängig von der Religion keinen Menschen absticht oder zusammenschlägt, egal, welche Religion der andere hat.

Dass so ein Verbrechen immer ein Verbrechen ist, und nicht nur im Fall Marwa, sondern auch in den Dutzenden von Fällen wo der Täter Muslim, das Opfer nicht Muslim und Herr Mazyek mucksmäuschenstill blieb und bleibt.

Aber Herr Mazyek kann eben  differenzieren zwischen Muslimen und anderen. Heute und morgen.

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siehe auch Die 5 Säulen des Herrn Mazyek

Montag, 21. Dezember 2009

Indiana Jones: Gelöschte vs definitive Version

Integrations-Mythen

Der dänische Psychologe Nicolai Sennels zählt die Mythen auf, die wir zur Integration pflegen:

Alle Einwanderer sind gleich 
Meine eigene therapeutische Erfahrung mit jungen Moslems ist, dass es ihnen extrem schwer fällt, traditionelle dänische Pädagogik und Therapie zu verstehen. Dänische Jugendliche sind zu einem viel größeren Teil damit aufgewachsen, „über die Dinge zu reden“ und zu reflektieren, wie sie über etwas fühlen. Muslime hingegen wachsen in einer Kultur mit klaren äußeren Autoritäten auf (vor allem der Vater, die Tradition und der Islam), in der die Konsequenzen schnell und direkt sind, wenn die Erwartungen der Familie nicht erfüllt werden. Sie sind innerhalb eines festen Rahmens aufgewachsen, und Pädagogen-Sprache erreicht bei dieser Gruppe nicht viel.

Kriminalität entsteht aus sozialen Problemen, der kulturelle Hintergrund ist unwichtig. 
Meine Erfahrung nach hunderten von psychologischen Gesprächen mit muslimischen Einwanderern ist, dass die islamische Kultur eine große Akzeptanz in Bezug auf Aggression hat.

Während ein unkontrollierter Wutausbruch in der dänischen Kultur die schnellste Art ist, sein Gesicht zu verlieren, ist es bei den Muslimen genau umgekehrt. Die Bereitschaft sich zu rächen wird in der muslimischen Kultur als ein Ausdruck von Stärke angesehen, und Zorn ist in muslimischen Kreisen viel mehr sozial akzeptiert. Aggressives Verhalten wird als ein soziales Mittel angesehen, um „Respekt“ zu bekommen (nicht nur Furcht), und auch Status.


Religiöser Extremismus beschränkt sich auf kleine Kreise 
Das ist ein schwerer Irrtum. Beinahe jeder einzelne Moslem, den ich in Behandlung hatte, nahm seine bzw. ihre religiöse Tradition sehr ernst. Trotz der Tatsache, dass die meisten nicht den Worten des Korans folgen, ist ihre muslimische Identität außerordentlich stark. [..]

Außerdem ist Religiosität eine Quelle von Status in muslimischen Kreisen – eine starke Religiosität bedeutet hohen Status. Eine hingebungsvolle religiöse Praxis und die Fähigkeit, Verschwörungstheorien über die Schuld des Westens an den schrecklichen Zuständen ihrer islamischen Heimatländer hervorzubringen, sind effektive Quellen sozialer Anerkennung in den muslimischen Teilen unserer Gesellschaft.

Diese Erfahrungen aus meiner Arbeit in den muslimischen Teilen unserer Gesellschaft stimmen komplett überein mit vergleichbaren Untersuchungen außerhalb Dänemarks: 32 Prozent der muslimischen Universitätsstudenten in England halten Töten im Namen der Religion für gerechtfertigt, und 54 Prozent der französischen Moslems glauben, dass die Sharia (islamisches Recht) weltweit angewendet werden sollte.


Kulturelle und religiöse Faktoren spielen für die häufig schlechte soziale und wirtschaftliche Situation von Einwanderern keine Rolle.
Nach hunderten psychologischer Gespräche mit Muslimen über ihr Familienleben hier in Dänemark ist es klar, dass die wichtigste Ursache von Armut in diesen Kreisen das Fehlen der Wertschätzung von Bildung ist.

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siehe auch: Marinade verhindert Integration und Abschiebung wirkt

Abschiebung wirkt

Es tut sich etwas im Staate Dänemark:
Sehr bald werden wir wahrscheinlich ein Gesetz bekommen, durch das es möglich wird, Immigranten, die die Polizei bei der Arbeit behindern, aus Dänemark abzuschieben. Dieses Gesetz ist sehr wichtig, um die staatliche Kontrolle über die muslimisch dominierten Stadtbezirke wieder zu erlangen. Denn während die Aussicht auf Gefängnis Migranten nicht davon abzuhalten scheint, schwere Verbrechen zu begehen, scheinen sie richtig Angst davor zu haben, nicht mehr in unserem Land leben zu dürfen. Das entspricht auch meinen eigenen Erfahrungen von meiner Arbeit mit kriminellen Muslimen: Was sie wirklich fürchten, ist abgeschoben zu werden.


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siehe auch: Marinade verhindert Integration und Integrations-Mythen

Marinade verhindert Integration

Ein dänischer Psychologe kommt zu unangenehmen Schlüssen
Die Integration von Muslimen in westlichen Gesellschaften ist nicht möglich. Unzählige intelligente und mitfühlende Menschen arbeiten überall in Europa an den Problemen. Ihnen stehen Milliarden Euro dafür zur Verfügung. Aber noch immer wachsen die Probleme weiter an.

Die psychologische Erklärung dafür ist recht einfach. Die muslimische und die westliche Kultur unterscheiden sich stark. Das heißt aber, Muslime müssen ihre eigene Identität und Werte extrem ändern, um die westlichen anerkennen zu können. Die grundlegenden Eigenschaften seiner Persönlichkeit zu ändern, ist aber ein sehr fordernder psychologischer und emotionaler Prozess. Anscheinend sind nur wenige Muslime dazu bereit. Ich kenne nur wenige, die es geschafft haben und ich weiß auch, dass es ein harter Kampf für sie war. Oft mussten sie außerdem hinnehmen, dass sie deswegen von ihren muslimischen Freunden und Familien verstoßen wurden.

Das hat seinen Grund, wie er andernorts ausführt
Meine Erfahrungen aus der psychologischen Arbeit mit Muslimen zeigen mir, dass die islamische Kultur es sehr schwer hat, etwas gleichwertiges neben sich zu akzeptieren. Entweder man ist unter oder über ihr: Man kann also verschieden und ungleichwertig sein, aber nicht verschieden und gleichwertig.
Der Staat wird abgelehnt, auch wo er helfen will (ibd)
Auch Krankenwagen und Feuerwehr sowie komplett normale Menschen, die Älteren helfen, werden attackiert. Das Problem, dass die Migranten mit den Menschen haben, die den Älteren helfen, ist offensichtlich, dass diese Helfer Kleidung mit dem Logo des Staates tragen.
Die Religiösen machen unbehelligt Politik gegen den Staat (ibd)
So genannte „Vater-Gruppen“, bestehend aus erwachsenen muslimischen Männern, patrouillieren in den Straßen der muslimisch dominierten Gebiete wie Nørrebro oder Gellerup, ohne angegriffen zu werden. Sie können frei herumlaufen, werden respektiert und können muslimischen Kriminellen sagen, wie sie sich zu benehmen haben oder schicken diese in die Schule. Und dann gibt es halt die Imame, die jeden Freitag ihre Predigten halten. Diese sind aber nicht nur religiös, sondern auch politisch. Rund 10.000 Muslime gehen in Dänemark jede Woche zu diesen Predigten um zu erfahren, welche politischen Sichtweiten zu akzeptieren sind, wie sie auf dieses und jenes reagieren sollten und wie Frauen, Kinder und Nicht-Muslime zu behandeln sind.
Nur islamische Vertreter werden akzeptiert (ibd)
Und während nicht-islamische Autoritäten wenig Respekt ernten und angegriffen werden, haben Imame und die Oberhäupter der muslimischen Familien großen Einfluss auf die Mehrheit der Muslime in unseren westlichen Ländern. Diese Macht ist unkontrollierbar und akzeptiert selbst sehr oft nicht die staatlichen Gesetze. Für viele Muslime hat diese Macht einen höheren Stellenwert, als die drei säkularen Mächte in unseren Staaten (Legislative, Exekutive und Judikative).
Politisch korrekt ist es natürlich nicht, das zu benennen. Und was schlägt er vor?
Ich sehe zwei Möglichkeiten. Als erstes sollten wir sofort die Immigration für alle Menschen aus islamischen Ländern stoppen, bis wir bewiesen haben, dass Integration von Muslimen möglich ist.

Als zweitens sollten wir den Muslimen helfen, die sich nicht integrieren wollen oder können, ein neues Leben in einer Gesellschaft zu führen, die sie verstehen und in der sie verstanden werden. Mit anderen Worten sollten wir ihnen helfen, ein neues Leben in einem islamischen Land zu beginnen. Wir haben sogar die finanziellen Mittel dafür. Wie ich bereits erwähnte, hat die dänische Nationalbank errechnet, dass jeder Immigrant aus islamischen Ländern den Staat rund 300.000 Euro kostet. Mit diesem Geld könnten wir den Menschen helfen, ein glückliches Leben in einem muslimischen Staat zu führen, wo sie sich nicht in eine Gesellschaft integrieren müssen, die sie nicht verstehen.


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siehe auch: Abschiebung wirkt und Integrations-Mythen

Freitag, 18. Dezember 2009

Weitere muslimische Verbände rufen Strassburg an

Vier weitere muslimische Verbände rufen Strassburg an, um das Minarettverbot zu kippen.

Die direkte Demokratie haben sie immer noch nicht begriffen: Sie gehen zum Herrscher oder zu dem, den sie dafür halten, und desavouieren damit den Souverän.
Der Genfer Anwalt Ridha Ajmi habe das Begehren am Mittwoch vor das Gericht in Strassburg gebracht, teilten die Muslimische Liga Schweiz, die Stiftung Muslimische Gemeinschaft Genf, die Kulturelle Vereinigung der Muslime in Neuenburg und die Genfer Vereinigung der Muslime mit.

Der erste war ja noch spassig, der war unter Einzelfall™ einzuordnen, aber nun zeigt es sich, dass das Unverständnis, wie die Schweiz tickt, weit verbreitet ist.

Dem Volk, das sie offensichtlich für Untertanen des Staates halten, wollen sie gut zureden:
Sie seien sich jedoch bewusst, dass der juristische Vorstoss nur ein Nebenaspekt sei und die wirkliche Arbeit zusammen mit der Schweizer Bevölkerung unternommen werden müsse. Deshalb bereiteten sie gleichzeitig eine Informations- und Aufklärungskampagne über die muslimische Gemeinschaft in der Schweiz vor.
Nach der Abstimmung? Nix begriffen. Das Volk ist der Souverän. Den überzeugt man, oder man überzeugt ihn, wie die Abstimmung zeigte, eben nicht.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Marinade

Es spielt eine Rolle, in welche Selbstverständlichkeiten man hineingeboren wurde. In welche geistige Marinade. Typisch schweizerische Vorstellungen sind zum Beispiel, dass man den Nächsten in Ruhe lässt, dass man Konflikte mit Worten löst, dass man logisch argumentiert, dass man sich an Spielregeln hält, dass Gewalt nicht in Frage kommt. Und wenn geprügelt wird, dann gibt es einen Ehrenkodex: Wer am Boden liegt, wird nicht  maltraitiert - und er akzeptiert seine Niederlage.

Alles Regeln und Normen, die eine Gesellschaft langfristig erfolgreich macht, weil sinnvolles und Zusammenwirken gute Ergebnisse bringt, für alle, für jeden an seinem Ort.

Damit ist Schluss seit eine neue Art um sich greift. Prügeleien, masslose Gewalt, Zerstörung, und Zerstörung der Sicherheit, in Ruhe durch eine Stadt gehen zu können, auch nachts, auch als Frau. Ein Rückfall in einen Zustand der Rechtlosigkeit und der Zerstörung. Ein Schaden für die Gesellschaft, für jeden an seinem Ort.

Allan Guggenbühl, Jugendpsychiater, sieht da einen Zusammenhang, den man politisch korrekt nicht sehen darf:
Die Jugendlichen aus dem Balkan sind nicht besonders religiös. Aber der Koran ist ein wichtiger Referenzpunkt. Bei vielen resultiert daraus ein Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Christentum. In ihrer Vorstellung herrscht hier eine degenerierte Kultur, weil die Schweizer sich nicht mehr wehren und ihre Frauen beschützen können. (Quelle)
Koran, Überlegenheitsgefühl, Verachtung für Schweizer, die sich nicht mit Gewalt wehren, Frauen als Besitz.

Nun, der Schweizer weiss, dass es Gesetze gibt, das ist seine Marinade. Dass die durchgesetzt werden sollten. Dass sie im Moment nicht durchgesetzt werden. Dass es gescheiter ist und langfristig wirksamer, über die Gesetze und deren Durchsetzung zu reagieren. Mit dem Gewaltmonopol des Staates.

Der Schweizer weiss auch, dass er die Gesetze beeinflussen kann. Nicht als einzelner, nicht sofort, nicht beliebig, aber im Verbund mit anderen vernünftigen Menschen konsequent.

Da kommt eine Dampfwalze auf die Jungen mit dem koranischen Überlegenheitsgefühl zu gerollt. Langsam, aber stetig.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Hat nichts mit dem Islam zu tun

Muslime schlagen auch mal einen Geburtshelfer k.o., weil er der Frau hilft, das Kind zu gebären. Aber das hat alles nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich nicht in der Schweiz.

klickmich

Kopftuch darf verboten werden

Es gibt dazu einen Richterspruch aus Strassburg - ausgerechnet.
Vor vier Jahren urteilten die Straßburger Richter über das Kopftuchverbot an türkischen Universitäten. Sie wiesen die Klage einer türkischen Medizinstudentin ab, die sich durch das Kopftuchverbot in ihrer Religionsfreiheit verletzt sah.


Damals urteilten die Richter, das Verbot des Kopftuchs habe das "legitime Ziel, die Rechte und Freiheiten anderer und die öffentliche Ordnung zu schützen". Es diene dazu, das Recht der Frauen zu stärken und einen weltanschaulich neutralen Lebensstil zu fördern.


Die in der Europäischen Menschenrechtskonvention garantierte Religionsfreiheit gebe den Gläubigen nach Auffassung der Straßburger Richter nicht das Recht, ihren Glauben in jeder beliebigen Weise auszuüben. Sie ermächtige sie beispielsweise nicht, als gerechtfertigt erkannte Regeln zu missachten. Die Richter sprachen jedem der Europaratsmitgliedstaaten einen Ermessensspielraum zu, wie weit Eingriffe in die Religionsfreiheit nötig sein können. Im konkreten Fall sei das Kopftuchverbot als "in einer demokratischen Gesellschaft notwendig" einzustufen.
Mal sehen, wie lange es geht bis zum Kopftuchverbot.

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siehe auch Minarett notwendig oder nicht?

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Männer unter dem Kopftuch: Eins und Zwei 
Das Regime wollte ihn mit dem Kopftuch erniedrigen (endlich sagt mal einer, wozu das Tuch dient), und die Iraner reagieren mit der spöttischen Aktion.

Minarett notwendig oder nicht?

Da hat einer etwas Hübsches geschrieben:

"Ob die Praktizierung des islamischen Glaubens ein Minarett erfordert oder nicht: Der Blick auf die beiden Moscheen auf dem Jerusalemer Tempelberg würde für die Antwort genügen."

Klickmich 


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siehe auch Kopftuch darf verboten werden

Dienstag, 15. Dezember 2009

Das hat nichts mit dem Islam zu tun

Die Steiniger beziehen sich zwar darauf, aber es hat nichts mit dem Islam zu tun. Und überhaupt, wo in der Schweiz ist das je passiert? Wo?

Das ist genauso wie mit der Atombombe: Die ist auch völlig ungefährlich für die Schweiz. Oder ist schon eine in der Schweiz explodiert? Wo?

Hinweis: Ab 18!!

Eins

Man beachte die Massen an Männer, die das Mädchen steinigen! 1000 Einzelfälle!

Zwei

Drei

Vier


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siehe auch Keine Scharia oder doch Scharia?

Endlich! Auch Kirche hat ihren Karikaturenstreit

Zwei Karikaturen von Manfred Deix haben mehrere Diakone der Erzdiözese Wien veranlasst, der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung zu übermitteln. (Quelle)

Im Grunde sind Atheisten benachteiligt in der Welt der Beleidigten - man kann den Atheisten keine religiösen Gefühle verletzen. Sie halten Halluzinationen für Halluzinationen. Was Gläubige wohl für reinen Wahn halten.

Die falschen Entscheide des Volkes

Gerne wird von falschen Entscheidungen des Volkes geredet und Hitler angezogen, in der Regel indirekt. Und das indirekte Vorgehen hat seinen Grund:

Hitler wurde nicht vom Volk gewählt. Er wurde ernannt,  durch Hindenburg.
Am 30. Januar 1933 war der "Führer" der "Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei" (NSDAP), Adolf Hitler, von dem greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt worden. Das war nicht zwingend gewesen, sondern das Werk einer intriganten konservativ-nationalistisch gesinnten Clique, die das Staatsoberhaupt von der Notwendigkeit überzeugen konnte, mit einer autoritären Regierung unter Adolf Hitler eine Lösung der Krise der Weimarer Republik zu versuchen. Sie glaubten, den Führer der NSDAP "einrahmen", ja ihren Zielen dienstbar machen zu können, mussten jedoch bald einsehen, dass sie dem skrupellosen Instinktpolitiker mit gleichsam charismatischer Ausstrahlung nicht gewachsen waren. Denn schon während der Kabinettsbildung forderte Hitler die Auflösung des Reichstages und Neuwahlen. Die deutschnationalen Koalitionspartner akzeptierten widerwillig, um nicht alles in letzter Minute zu gefährden. Hitler hoffte, so eine parlamentarische Mehrheit zu erlangen, die ihm die immer schon angestrebte Zerschlagung der Demokratie erlaubte. Zugleich wusste er, dass ihm die Parlamentsauflösung die Möglichkeit eröffnete, sieben Wochen lang mit Notverordnungen zu regieren. (Quelle)

Es war nicht das Volk, das Hitler wählte.

Es war ein Experte, beraten durch Experten.

Und das Parlament erliess für Hitler das Ermächtigungsgesetz, also die Vollmacht, ungestört Gesetze zu erlassen.

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Kommentar Köppel zum Thema hier

Was Georg Kreis im Club wirklich sagte

Die SVP verlangt den Rücktritt von Georg Kreis aus der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, nachdem er im "Club" von SF1 vom 8. Dezember 2009 die Minarett-Initiative mit einer hypothetischen Initiative gegen die Verjudung der Schweiz verglich.

Was hat er wirklich gesagt? Man kann es hier anhören


Und dies ist das Transskript:
Wenn in den 30er Jahren eine SVP eine Initiative gemacht hätte "gegen die Verjudung der Schweiz" - das ist nämlich ein Parallelvorgang wie "die Islamisierung der Schweiz", obwohl es kein Problem gibt - dann hätten in jener Zeit auch wegen der Ängste, wegen der berühmten Ängste und der Wirtschaftskrise - hätte die damalige SVP unter Umständen auch ein solches Resultat hingekriegt und wir hätten jetzt das Problem und müssten uns auch schämen über das was in den 30er Jahren passiert ist.
Der NZZ gegenüber sagte er, das sei zu kompliziert gewesen. Dabei ist es völlig allgemeinverständlich.

Die FDP hat sich unterdessen den Rücktrittsforderungen angeschlossen.

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Herr Kreis ist auch verantwortlich für die eigenartige Analyse des Minarett-Abstimmungsplakates.

Montag, 14. Dezember 2009

Navid Kermani und die Pflicht der Lüge

Navid Kermani, umstrittener Preisträger, hat seine Vorstellungen zum Minarettverbot abgegeben. Dabei greift er zur Lüge:
Wenn die grösste und finanzstärkste Partei der Schweiz mit Plakaten wirbt, die die Bildersprache des «Stürmers» explizit aufgreifen, wenn sie auf ihre Internetseite ein Spiel stellt, bei dem man Imame abschiessen kann, wenn ehemals liberale Blätter die Argumentationsstruktur und manche Stereotype der nationalsozialistischen Propaganda auf Muslime anwenden, wird klar, dass nicht nur der Islam ein Problem mit Hasspredigern hat.
Es handelt sich im Spiel um Stopp-Tafeln, die man den Rufern auf dem Minarett vor die Nase hält, wie jeder selber herausfinden kann, und der Rufer heisst im Islam nicht Imam, sondern Muezzin.

Aber mit der Lüge lässt sich besser das Feuer schüren. Ausserdem ist der brave Muslim gemäss Handbuch der Al-Azhar-Universität zur Lüge verpflichtet, wenn eine Lüge dem Islam zum Vorteil gereicht - die Ausbreitung des Islams ist Aufgabe jedes Muslims ("obligatory"). Eine Lüge zu einem obligatorischen Zweck ist Pflicht (1), siehe Auszug aus dem Handbuch:



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(1) Wenn die Lüge nicht nützlich ist, darf er natürlich nicht lügen. Er darf überhaupt nichts tun, was der Ausbreitung des Islams schadet - darum sagt auch Hisham Maizar gerne, die Debatte über Scharia oder Minarette sei "nicht zielführend" oder "politisch nicht opportun". Er meint ein anderes Ziel als der naive Zuhörer hört. (Auch Attentate sind so natürlich zu verurteilen - nicht weil sie dreckig sind, sondern weil sie den Widerstand gegen den Islam vergrössern.)



(Ganze Seite aus Reliance of the Traveller. Für grössere Darstellung anklicken)

Pierre Vogel gegen Minarette

Pierre Vogel, der verhinderte Redner von Bern, findet Minarette gar nicht nötig:
Ich bin gegen den Bau von Minaretten. Sie sind kein notwendiger Bestandteil unserer Religion. Ein Minarett ist nichts anderes als eine Verschönerung der Moschee. Das Geld, das für Minarette verschwendet wird, sollte besser in die muslimische Jugendarbeit gesteckt werden.
Sinneswandel oder Taktik? Immerhin ist seine Meinungsfreiheit durch die Menschenrechte geschützt.

Freitag, 11. Dezember 2009

Pierre Vogel ist sauer weil er nicht einreisen darf

Er hat ein Interview gegeben bei 20min.ch
Herr Vogel, Sie dürfen nicht in die Schweiz einreisen...
Pierre Vogel: (schweigt lange). Das glaube ich Ihnen nicht.

Doch, doch, der Bund sah die öffentliche Sicherheit in Gefahr.
(Ringt um Fassung). Das ist ein Witz, eine Unverschämtheit. So etwas ist mir noch nie passiert, dass man mir einfach das Maul vollstopft. Es ist ein klares Zeichen, dass es mit den Muslimen in der Schweiz bergab geht. Die Hetze gegen uns nimmt in ganz Europa immer mehr zu, das ist offensichtlich. Ich fürchte, dass wir in Zukunft abgeschlachtet werden. Es droht uns eine ganz düstere Zukunft. Wir haben uns viel zu lange das Maul verbieten lassen.

Sofort bricht seine Friedfertigkeit durch:
Was hier abgeht, ist ein Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit und ein absoluter Skandal. Ich werde das in die ganze arabische Welt tragen. Ich habe gute Kontakte zu Al-Jazeera und anderen arabischen Medien. Das wird ein Erdbeben auslösen
Danke.

Die Lösung des Minarettverbots

Es braucht nur einen kleinen Zusatz, und schon geht alles bestens:
Bauordnungen sind nur gültig, wenn sie der Scharia unterstellt sind.
(Zusatz zur Kairoer Erklärung der Menschenrechte, als Artikel 24bis)

Vischer und sein Traum von der Parallelgesellschaft

Der Schweizer Grüne Daniel Vischer will die Parallelgesellschaft und stellt die Frage:

"Wie kann jede Gruppe in diesem Land akzeptieren, dass nicht (!) überall die gleichen Formen des Zusammenlebens gelten?"


.. und später, dass das Problem der Koexistenz (!) dort liegt, dass wir wollen, dass nur ein Islam nach westlichen Vorstellungen gelebt werden dürfe.

Wer hat's erfunden?

Die Schweiz darf nicht als schlechtes Beispiel vorausgehen

Sagt die Organisation der islamischen Konferenz (OIC). Sie befürchtet, dass das Ergebnis zu einem Präzedenzfall in Europa wird. Darum sagt der pakistanische UNO-Botschafter Zamir Akram
«Die Schweizer Behörden müssen alle verfassungsmässigen und legalen Mittel anwenden, um das Resultat der Abstimmung für ungültig zu erklären»
Das Volk ist souverän, nicht die Behörden. Der Grund der Forderung liegt offensichtlich in diffusen Ängsten.
 «Deshalb darf die Schweiz nicht als schlechtes Beispiel vorausgehen. Andere würden sich sonst sagen: Wenn die Schweizer es tun, dürfen wir es auch.»
Schlechtes Beispiel?

Ja, die OIC. Das sind die 56 Länder, die die Kairoer Erklärung der Menschenrechte unterschrieben haben, mitsamt Artikel 24. Da stellt sich wieder einmal die Gretchenfrage.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Der Grund für das Ja zum Minarettverbot

Wir wollen der Sache auf den Grund gehen.

Darum gibt es jetzt rechts im Balken eine Umfrage mit allen Gründen, die möglich sind für das Ja zum Minarett-Verbot. Diese Liste ist abschliessend, sie beruht auf dem Fachurteil von Journalisten, Politikern, Gutmenschen und Selbstmord-Attentätern. Mehrfachantworten sind erlaubt (1)

Wer weitere Gründe zu kennen glaubt, sollte sich schämen, aber er darf das natürlich auch im Kommentarbereich dieses Artikels kundtun.

Danke.

Edit: Wenn der Osterhase nicht bald mehr Stimmen bekommt, dann bringt er im Frühling keine Eier. (Das meint er ernst, ich kenne den!) 

Edit 2: Der wahre Grund hier (Je besser die Kenntnis, desto mehr Ablehnung. Aber bitte ignorieren bei der Abstimmung rechts!)


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siehe auch Abschied vom Lieblingskind
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(1) Anmerkung zu Handen der Gutmenschen: Mehrfach-Antworten heisst, dass sie mehr als eine Antwort ankreuzen können. Es heisst nicht nicht, dass sie einen Grund mehrfach ankreuzen können. Dann macht's nämlich nur einen Haken und nimmt den weg und macht wieder einen undsoweiter. Es heisst aber durchaus, dass Sie die Seite mehrfach besuchen und die Frage mehrfach beantworten können, falls Sie nicht sicher sind, dass das schon geschehen ist oder wenn Sie sicherstellen wollen, dass genügend Leute meinen, Ihre Meinung sei die Meinung von vielen Leuten. Sie kennen das ja von Online-Umfragen. Wir werden das bestimmt nicht löschen, denn das macht man nur, wenn die Gutmenschen-Meinung unterliegt. So wie auch bei SPON üblich.

Sarkozy zum Volksentscheid

Die NZZ berichtet
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat nach der Schweizer Volksabstimmung über Minarette zur Zurückhaltung bei der Ausübung jeglicher Religion aufgerufen. Er rief Muslime und andere Religionsgemeinschaften zum Verzicht auf «jede Provokation» auf.

Jeder müsse «seinen Kult mit der demütigen Diskretion ausüben», die die Achtung der Andersdenkenden bezeuge, erklärte Sarkozy.

Sarkozy verteidigte darin auch die Schweizer Bevölkerung: Es sei «verblüffend», welche «übertriebene und zuweilen karikaturenhafte Reaktionen» die Entscheidung zu den Minaretten «in bestimmten Bereichen der Medien und Politik» ausgelöst hätten.

Zum Original-Artikel, der elegant geschrieben ist, aber in der Botschaft glasklar, geht es hier

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Nicolas Sarkozy : "Respecter ceux qui arrivent, respecter ceux qui accueillent"

Dans une tribune publiée par Le Monde, dans son édition datée du 9 décembre, Nicolas Sarkozy, s'exprime pour la première fois publiquement après le référendum en Suisse sur les minarets. Le président de la République rappelle les valeurs de tolérance et d'ouverture de la France et appelle au respect mutuel entre "ceux qui arrivent" et "ceux qui accueillent".

Par référendum, le peuple suisse vient de se prononcer contre la construction de nouveaux minarets sur son territoire. Cette décision peut légitimement susciter bien des interrogations. Le référendum impose de répondre à la question posée par oui ou par non. Peut-on répondre par oui ou par non à une question aussi compliquée, qui touche à des choses aussi profondes ? Je suis convaincu que l'on ne peut que susciter des malentendus douloureux, un sentiment d'injustice, blesser les âmes en apportant une réponse aussi tranchée à un problème qui doit pouvoir être résolu au cas par cas dans le respect des convictions et des croyances de chacun.


Mais comment ne pas être stupéfait par la réaction que cette décision a suscitée dans certains milieux médiatiques et politiques de notre propre pays ? Réactions excessives, parfois caricaturales, à l'égard du peuple suisse, dont la démocratie, plus ancienne que la nôtre, a ses règles et ses traditions, qui sont celles d'une démocratie directe où le peuple a l'habitude de prendre la parole et de décider par lui-même ?

Derrière la violence de ces prises de position se cache en réalité une méfiance viscérale pour tout ce qui vient du peuple. La référence au peuple, c'est déjà, pour certains, le commencement du populisme. Mais c'est en devenant sourd aux cris du peuple, indifférent à ses difficultés, à ses sentiments, à ses aspirations, que l'on nourrit le populisme. Ce mépris du peuple, car c'est une forme de mépris, finit toujours mal. Comment s'étonner du succès des extrêmes quand on ne prend pas en compte la souffrance des électeurs ?

Ce qui vient de se passer me rappelle comment fut accueilli le rejet de la Constitution européenne en 2005. Je me souviens des paroles parfois blessantes qui ont été proférées contre cette majorité de Français qui avait choisi de dire non. C'était opposer irréductiblement la France du oui à celle du non, ouvrir une fracture qui, si elle avait dû se creuser davantage, n'aurait jamais permis à la France de reprendre sa place en Europe.

Pour réconcilier la France du oui et celle du non, il fallait d'abord essayer de comprendre ce qu'avaient voulu exprimer les Français. Il fallait admettre que cette majorité ne s'était pas égarée, mais qu'elle avait, comme la majorité des Irlandais ou la majorité des Néerlandais, exprimé ce qu'elle ressentait et rejeté en toute connaissance de cause une Europe dont elle ne voulait plus parce qu'elle donnait le sentiment d'être de plus en plus indifférente aux aspirations des peuples.

Ne pouvant changer les peuples, il fallait changer d'Europe. La France du non a commencé à se réconcilier avec celle du oui à partir du moment où, au lieu de la juger, on a cherché à la comprendre. C'est alors que, dépassant ce qui la divisait, la France a pu prendre la tête du combat pour changer l'Europe.

RIEN NE SERAIT PIRE QUE LE DÉNI

Alors, au lieu de vilipender les Suisses parce que leur réponse ne nous plaît pas, mieux vaut nous interroger sur ce qu'elle révèle. Pourquoi en Suisse, pays qui a une longue tradition d'ouverture, d'hospitalité, de tolérance, un tel rejet peut-il s'exprimer avec tant de force ? Et que répondrait le peuple français à la même question ?

Au lieu de condamner sans appel le peuple suisse, essayons aussi de comprendre ce qu'il a voulu exprimer et ce que ressentent tant de peuples en Europe, y compris le peuple français. Rien ne serait pire que le déni. Rien ne serait pire que de ne pas regarder en face la réalité des sentiments, des préoccupations, des aspirations de tant d'Européens.

Comprenons bien d'abord que ce qui s'est passé n'a rien à voir avec la liberté de culte ou la liberté de conscience. Nul, pas plus en Suisse qu'ailleurs, ne songe à remettre en cause ces libertés fondamentales.

Les peuples d'Europe sont accueillants, sont tolérants, c'est dans leur nature et dans leur culture. Mais ils ne veulent pas que leur cadre de vie, leur mode de pensée et de relations sociales soient dénaturés. Et le sentiment de perdre son identité peut être une cause de profonde souffrance. La mondialisation contribue à aviver ce sentiment.

La mondialisation rend l'identité problématique parce que tout en elle concourt à l'ébranler, et elle en renforce en même temps le besoin parce que plus le monde est ouvert, plus la circulation et le brassage des idées, des hommes, des capitaux, des marchandises sont intenses, et plus on a besoin d'ancrage et de repères, plus on a besoin de sentir que l'on n'est pas seul au monde. Ce besoin d'appartenance, on peut y répondre par la tribu ou par la nation, par le communautarisme ou par la République.

L'identité nationale c'est l'antidote au tribalisme et au communautarisme. C'est pour cela que j'ai souhaité un grand débat sur l'identité nationale. Cette sourde menace que tant de gens dans nos vieilles nations européennes sentent, à tort ou à raison, peser sur leur identité, nous devons en parler tous ensemble de peur qu'à force d'être refoulé ce sentiment ne finisse par nourrir une terrible rancœur.

Les Suisses comme les Français savent que le changement est une nécessité. Leur longue histoire leur a appris que pour rester soi-même il faut accepter de changer. Comme les générations qui les ont précédés, ils savent que l'ouverture aux autres est un enrichissement. Nulle autre civilisation européenne n'a davantage pratiqué, tout au long de son histoire, le métissage des cultures qui est le contraire du communautarisme.

Le métissage c'est la volonté de vivre ensemble. Le communautarisme c'est le choix de vivre séparément. Mais le métissage ce n'est pas la négation des identités, c'est pour chacun, vis-à-vis de l'autre, la reconnaissance, la compréhension et le respect.

C'est de la part de celui qui accueille la reconnaissance de ce que l'autre peut lui apporter. C'est de la part de celui qui arrive le respect de ce qui était là avant lui. C'est de la part de celui qui accueille l'offre de partager son héritage, son histoire, sa civilisation, son art de vivre. C'est de la part de celui qui arrive la volonté de s'inscrire sans brutalité, comme naturellement, dans cette société qu'il va contribuer à transformer, dans cette histoire qu'il va désormais contribuer à écrire. La clé de cet enrichissement mutuel qu'est le métissage des idées, des pensées, des cultures, c'est une assimilation réussie.

SE GARDER DE TOUTE OSTENTATION

Respecter ceux qui arrivent, c'est leur permettre de prier dans des lieux de culte décents. On ne respecte pas les gens quand on les oblige à pratiquer leur religion dans des caves ou dans des hangars. Nous ne respectons pas nos propres valeurs en acceptant une telle situation. Car, une fois encore, la laïcité ce n'est pas le refus de toutes les religions, mais le respect de toutes les croyances. C'est un principe de neutralité, ce n'est pas un principe d'indifférence. Lorsque j'étais ministre de l'intérieur, j'ai créé le Conseil français du culte musulman (CFCM) pour que la religion musulmane soit mise sur un pied d'égalité avec toutes les autres grandes religions.

Respecter ceux qui accueillent, c'est s'efforcer de ne pas les heurter, de ne pas les choquer, c'est en respecter les valeurs, les convictions, les lois, les traditions, et les faire – au moins en partie – siennes. C'est faire siennes l'égalité de l'homme et de la femme, la laïcité, la séparation du temporel et du spirituel.

Je m'adresse à mes compatriotes musulmans pour leur dire que je ferai tout pour qu'ils se sentent des citoyens comme les autres, jouissant des mêmes droits que tous les autres à vivre leur foi, à pratiquer leur religion avec la même liberté et la même dignité. Je combattrai toute forme de discrimination.

Mais je veux leur dire aussi que, dans notre pays, où la civilisation chrétienne a laissé une trace aussi profonde, où les valeurs de la République sont partie intégrante de notre identité nationale, tout ce qui pourrait apparaître comme un défi lancé à cet héritage et à ces valeurs condamnerait à l'échec l'instauration si nécessaire d'un islam de France qui, sans rien renier de ce qui le fonde, aura su trouver en lui-même les voies par lesquelles il s'inclura sans heurt dans notre pacte social et notre pacte civique.

Chrétien, juif ou musulman, homme de foi, quelle que soit sa foi, croyant, quelle que soit sa croyance, chacun doit savoir se garder de toute ostentation et de toute provocation et, conscient de la chance qu'il a de vivre sur une terre de liberté, doit pratiquer son culte avec l'humble discrétion qui témoigne non de la tiédeur de ses convictions mais du respect fraternel qu'il éprouve vis-à-vis de celui qui ne pense pas comme lui, avec lequel il veut vivre.


Article paru dans l'édition du 09.12.09

Montag, 7. Dezember 2009

Muslimpartei zum Kampf für Burka

Ein Schweizer Muslim will eine Muslimpartei gründen.
Die Partei müsse vor allem dagegen kämpfen, dass Burka, Tschador oder ein simples Kopftuch verboten würden.

Ich habe bereits den Entwurf für das Wahlplakat auf dem Netz gefunden (1):



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(1) Anm. d. Red.: Es handelt sich bestimmt nur um Satire. Schliesslich wissen wir alle seit der Plakat-Analyse der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, dass die Darstellung einer verhüllten Frau bedrohlich ist, Vorurteile nährt, den Islam global als negativ darstellt, und als eine Bedrohung, insbesondere, wenn noch die Silhouetten von Minaretten zu sehen sind, die so aussehen wie die der Blauen Moschee in Istambul. Mehr Analyse zu diesem Typ Plakat gibt es hier

Sonntag, 6. Dezember 2009

Profiteure waren gegen das Minarett-Verbot

Es wird wiederholt, dass man dort gegen die Initiative war, wo man die Muslime kennt.

Falsch.

Man war dort gegen die Initiative, wo man profitiert:

Dort, wo man von der Helferindustrie lebt und viele Muslime eingebürgert sind, und dort, wo man vom Geschäft mit islamischen Ländern lebt und weiss, dass man sich notfalls Mauern um seine Villa bauen kann.
In Zürich und Basel leben Tausende davon, dass sie helfen, Tausende, die eingebürgert sind, mit Steuergeldern, und an der Goldküste in Zürich und in den Seegemeinden des Genfersees kann man sich absichern, wenn nötig.

Aber der Mythos wird weiter gepflegt, schliesslich hat man die Meinungshoheit ... gehabt.

UP-DATE: Der Blogger liegt falsch. Hier die Wahrheit (sie ist noch amüsanter)
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Ein weiterer Indikator, dass die Vertrautheit mit den Muslimen nicht zu Ablehnung des Verbotes führte, sind die Jungen: Die kennen die Situation vom Ausgang her, und sie waren für das Minarett-Verbot (Tages-Anzeiger 5.November 2009, Seite 19)

Kartenmaterial zur Abstimmung hier

Das Volk ist souverän

Das steht in der Bundesverfassung der Schweiz. Nun häufen sich die Stimmen, man sollte Volksabstimmungen erst mal auf Zulässigkeit prüfen. Warum eigentlich?

Weil das Volk einen Über-Vater braucht?

Souveränität, aber nur an der Leine von Interessensvertretern?


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Dazu ein Artikel von Max Frenkel (zugänglich nur für Abonnenten), darum hier eine wesentliche Passage:
Nachdem die Schweiz und die Welt hundertfünfzig Jahre ohne Probleme mit der Vorstellung gelebt hatten, dass der Schweizer Souverän auch Verfassungsbestimmungen erlassen könne, die im Widerspruch zum Völkerrecht stehen, machte die Bundesverfassung von 1999 damit Schluss. Ganz wohl war dem Verfassungsrat dabei zwar nicht, es sollten nur die «zwingenden Bestimmungen des Völkerrechts» nicht verletzt werden dürfen (BV 139 und 194/2), eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber sofort begannen die Klugen und Gescheiteren in Parlament und Rechtswissenschaft das Wort «zwingend» zu vergessen und immer wieder zu versuchen, eine Initiative als völkerrechtswidrig zu erledigen, bisher allerdings ohne Erfolg (bei der Ausführung dann schon eher).

Samstag, 5. Dezember 2009

Freidenker melden sich

Endlich geben auch die Freidenker zu, dass sie religiös sind, siehe dieser Mensch im Kommentarteil von standard.at:
ich gehöre der minderheit der freidenker an. mein glaube erlaubt es mir nicht, steuern in dem derzeit gesetzlich vorgeschriebenen ausmass zu zahlen. ich verlange mein menschenrecht auf ausübung meines glaubens und minderheitenschutz. (Quelle)

Gute Idee.

(Im übrigen ist der Kommentarteil dort ein Lesevergnügen. Die verstehen einfach was von schwarzem Humor)

Die falschen Gesprächspartner

Nur ein paar Prozent der Muslime sind in Vereinen organisiert, und doch wird der Dialog mit diesen Vereinen geführt.

Wird der Dialog über die Integration von Spaniern in unsere Gesellschaft mit Opus Dei geführt?
Wird der Dialog über die Integration von Italienern in unsere Gesellschaft mit der Pius-Brüderschaft geführt?

Durch den Dialog mit den Islamvereinen gibt man diesen Leuten (1) eine Legitimation, die sie nicht haben, eine Macht über all die Muslime, die weltlich sind oder einen harmlosen Glauben pflegen.

Man lässt Kleriker über Bürger befinden.
Man lässt den Glauben über Weltliches bestimmen.

Das ist pervers.

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(1) Die Vertreter der Muslimvereine begrüssen die Scharia, siehe hier

siehe auch Dialog pflegen und Religion reicht nicht

Medienlügen

SF DRS hat in 10vor10 einen Film gezeigt, in dem ein Velofahrer unsanft angefasst wurde. Böse Polizei, das ist also der neue Stil der Bullen.

Die Wahrheit ist anders:
Das Problem ist, dass man auf diesen Fernsehbildern nur die Hälfte der Wahrheit sieht. Ich kann gut verstehen, dass man kritische Fragen stellt, wenn man solche Bilder sieht. Was jedoch nicht gezeigt wird, ist die Vorgeschichte: Der Velofahrer fuhr in verkehrter Richtung dem Polizeiauto entgegen. Dieses wich aus, doch während des Kreuzens trat der Velofahrer mit dem Fuss gegen den Wagen der Polizei. Dies erst hat die Handlung der Polizisten ausgelöst.(Quelle)

Noch Fragen, warum die Schweizer anders stimmen, als die Journalisten wollen?

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siehe auch
Wir haben euch reingelegt
Der Abschied vom Lieblingskind

Ueli und das Volk

Ein Interview in der Weltwoche
Der Bundesrat, die Initiativen und das Stimmvolk. Über die Angst der Herrschenden vor der Freiheit des Einzelnen. Ein Interview mit Eveline Widmer-Schlumpf. Von Andreas Thiel
Thiel: Frau Eveline Widmer-Schlumpf, wie kommt es, dass die Meinung des Bundesrates der Meinung des Volkes derart diametral zuwiderläuft?

Widmer-Schlumpf: Man muss das unprofessionelle Stimmverhalten des Volkes entschuldigen. Das Volk ist kein Berufsvolk. Was wir in der Schweiz haben, ist politisch gesehen ein Teilzeitvolk. Im Gegensatz zum Bundesrat, der aus vollamtlichen Berufspolitikern besteht. Bei den Stimmbürgern hingegen handelt es sich nur um Laien.

Thiel: Ein Leihvolk?

Widmer-Schlumpf: Ein Laienvolk. Es stimmt über Gesetze ab, obwohl die wenigsten Stimmbürger Rechtswissenschaften studiert haben. Der Bundesrat hingegen besteht aus drei Juristinnen, einer Politologin und zwei Wirtschaftswissenschaftlern. Er weiss also, was richtig ist und was nicht. Nur Ueli weiss es nicht, er ist nur Buchhalter. Deswegen war er auch der Einzige von uns, der für die Minarett-Initiative war.

Weiter geht es hier

Wir müssen die Muslime willkommen heissen

Ein gescheites Interview im Blick (ja, im Blick und ja, Mit Frank A. Meyer.)

Über welche Dinge müssen wir in der Schweiz und in Europa mit den Muslimen reden?
Wir müssen sie vor allem herzlich willkommen heissen. Als Bürgerinnen und Bürger, mit gleichen Rechten und Pflichten ...

Sie verblüffen mich schon wieder!
… Moment, der Satz geht weiter! Es reicht nicht, wenn der muslimische Mann seine Parkbussen bezahlt. Er muss auch mit seiner Frau und seinen Töchtern so umgehen, wie es unserer Kultur entspricht. Es gibt kein einziges Sonderrecht für Muslime. Wir bieten Freiheit und Gleichheit. Diese Freiheit und Gleichheit zu akzeptieren, sie zu leben, das ist die Bringschuld der Muslime.

Lesenswert. Hier.

Freitag, 4. Dezember 2009

Interreligiöser Dialog

Es ist schön, dass die Vertreter der Religionen untereinander das Gespräch suchen und miteinander reden, über Gott und die Welt. Da kann man miteinander darüber reden, ob denn Jesus Gottes Sohn sei, ob er göttlicher Natur sei oder nur ein Prophet, ob Maria mit Gott Vater verheiratet war, ob Allah denn nun wirklich keine Töchter habe, und wer denn nun wirklich recht hat.

Es ist auch schön, dass der Rat der Religionen nur die monotheistischen Religionen umfasst, und keine Buddhisten, Konfuzianer oder Hindus, und schon gar keine Atheisten. So verlieren jene keine Zeit und können sich um Gescheiteres kümmern. Sollen die doch unter sich ausmachen, wer nun Präsident wird im Gottesstaat, wer Aussenminister, und wer die Finanzen hat.

Es ist gut, wenn der Staat den interreligiösen Dialog dort lässt, wo er hin gehört: Zu denen, die das glauben.

Denn der Staat sollte sich um den Staat kümmern, um die Realität, und nicht um den Glauben, der auf etwas beruht, was früher mal Leute erzählt haben, dass sie es gehört hätten, von Leuten, die Offenbarungen gehabt hätten. Medizinisch sind Offenbarungen nicht von Halluzinationen zu unterscheiden.

Der Staat kann den interreligiösen Dialog ruhig laufen lassen.

Der Staat muss die Herrschaften höchstens von Zeit zu Zeit darauf hinweisen, dass Offenbarungen keine Grundlage für Gesetze und Ausnahmeregelungen sind.

Dialog pflegen

Christus ging über Wasser, ohne einzusinken, Moses sah den Dornbusch brennen, dem die Flamme nicht ausging und der sogar reden konnnte, und Mohammed hat mt dem Schwert den Mond entzwei gehauen.

Wir müssen mit den Christen reden, die den Spaziergang auf dem Wasser für eine Tatsache halten - damit sich jene Christen akzeptiert fühlen, die das für ein nettes Geschichtchen halten.

Wir müssen mit den Juden reden, die den sprechenden Dornbusch für eine Tatsache halten - damit sich jene Juden akzeptiert fühlen, die das für ein nettes Geschichtchen halten.

Wir müssen mit den Muslimen reden, die den Ritt zum Mond für eine Tatsache halten - damit sich jene Muslime akzeptiert fühlen, die das für ein nettes Geschichtchen halten.

Und bei den Atheisten müssen wir mit denen reden, die ihre Zahnbürste an einer Leine hinterher ziehen und sie Fifi rufen.

Einzelfall™

Es ist ja nicht so, dass die Schweizer als gesamtes Volk das Minarett genau gleich ablehnen. Es handelt sich da jeweils nur um Einzelfälle, und man sollte das nicht verallgemeinern. Die sind absolut unabhängig voneinander geschehen, es gibt völlig verschiedene Einzelfälle - man muss die unbedingt auseinanderhalten, wenn man fair bleiben will. Es gibt weibliche und männliche Einzelfälle, junge und alte, blonde, brünette und schwarzhaarige, die weissen und grauen ebenfalls, vegetarische und fleischessende, die unteschiedlichsten Bildungsniveaus und Einkommensklassen, auch die Grössen sind hochdifferenziert zwischen 1.45m und 2.05m, und die Gewichte streuen beträchtlich.

Es ist völlig falsch, daraus ein Gesamtbild konstruieren zu wollen. Es gibt den Einzelfall nicht.

Auf dem Wege Gottes


Da gefunden

Wie man jede Debatte mit Islamfreunden gewinnt

Vitzliputzli erklärt's:

Los geht´s!

A: die häufigsten Fallstricke

1. Es wird immer wieder der Vergleich zum (früheren) Christentum gezogen („die haben ja auch …)

Stop!

Der Islam möchte unser freiheitlich-demokratisches Gesellschaftssystem ERSETZEN, nicht das Christentum. Wir vergleichen also bitte schön den Islam und unser GRUNDGESETZ (!). Was das Christentum früher mal gemacht hat oder auch heute tut, ist völlig wurscht.

2. Es wird immer wieder behauptet: Nicht alle Moslems sind Terroristen! (was doch auch zutrifft!)

Stop!

Das Thema Terrorismus sollte man sofort rigoros beenden und sofort abschneiden. Wir reden über DEN ISLAM, nicht über Terrorismus!!!!

weiter geht's hier

Wenn Minarett, dann Muezzin

Andernorts geht's so:
Es war klar: Wenn sie erst Minarette haben, wird auch der Wunsch nach dem Muezzinruf laut werden. Die Gemeinde denkt deshalb darüber nach, ihre Mitglieder künftig vom Muezzin in die Centrums-Moschee in St. Georg zu rufen. “Wir überlegen, einen diesbezüglichen Antrag zu stellen”, sagt Ramazan Ucar. Der ist Vorsitzender der Islamischen Gemeinde in Norddeutschland und die plant auch in Rendsburg einen Gebetsruf über den Lautsprecher zu schicken. “In St. Georg sind wir noch in Gesprächen innerhalb der Gemeinde”, erklärt Ucar, der allerdings kein Hehl daraus macht, dass manche Gemeindemitglieder auch in St. Georg den Muezzin vermissen. (Quelle)

Daran haben die Bürger am 29. November 2009 eben auch gedacht, obschon die Elite wiederholte, dass es in der Schweiz den Muezzinruf nie geben werde.


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Rendsburg will Muezzin zum Schweigen bringen
(Wieso mit einem Lärmgutachten? Der Inhalt des Rufs sollte genügen. Ausserdem: Religion ist kein Grund.)

Soi Häfeli, Soi Teckeli

Wenn man sich die Zusammensetzung der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus etwas ansieht, dann stellt man fest, dass da Interessensvertreter sitzen. Interessensvertreter der drei monotheistischen Religionen, die sich bekanntlich durch den Besitz der Wahrheit auszeichnen, Gewerkschaften, Fahrende undsoweiter.

Das funktioniert nicht sauber, da wegen der mangelnden Kontrolle das Interesse vor der Rationalität kommt, aber das erklärt wohl die hanebüchene Stellungnahme zum Abstimmungs-Plakat der Minarett-Initiative. Die tönte bekanntlich nach einem Pamphlet aus einem Fundi-Forum. Bei anderen Themen darf dann ein anderer Betroffener die "Analyse" schreiben, und so geht das in der Runde herum. Keiner schadet dem anderen, solange er für seine Gruppe die "Analyse" zuhanden Bundesrat oder Regierungsrat, zuhanden Jean Ziegler oder Dudu Diène von der UNO abgeben kann.

Die Interessengruppe gibt die Linien vor, die Politiker und Journalisten folgen blind.

Das ist Politik von Interessengruppen. Das ist die Aushöhlung der Demokratie und des Rechtsstaates.

Religion und Politik

Die Religion gehört ins Private. Wo sie politisch wird, kann sie begrenzt werden, und ob sie als politisch aufgefasst wird, beschliesst der Staat, der Souverän.

So hat die Schweiz den Jesuitenorden verboten, weil der damalige Katholizismus als politische Gefahr wahrgenommen wurde, und sie hat die Einteilung der Bistümer geregelt, weil das offenbar auch eine politische Frage war. Später, als die Kirchen sich leerten, hat der Souverän beschlossen, dass die Jesuiten kaum mehr Eindruck machen und deshalb wieder predigen dürfen.

Am 29. November 2009 hat der Souverän der Schweiz beschlossen, dass das Minarett verboten ist, weil er es als Ausdruck des politischen Islams versteht, und nicht als Ausdruck der Spiritualität.

Wer der Meinung ist, Kirchtürme und Glocken seien auch ein politischer Ausdruck, der gegen den Staat gerichtet ist, kann eine Volksinitiative starten und so herausfinden, ob der Souverän diese Meinung teilt.

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siehe auch Religionsfreiheit ist privat und Religion reicht nicht

Religionsfreiheit ist privat

Religionsfreiheit erlaubt dem Menschen, das zu glauben was er will.

Er darf glauben, dass die Erde flach ist, und er darf sich mit anderen zusammentun die glauben, dass die Erde flach sei. Sie dürfen einen Besammlungsort bauen, und sie dürfen gemeinsam zum Flacherdengott beten.

Andererseits darf niemand gezwungen werden zu glauben, dass die Erde flach sei, niemand gezwungen werden zum Flacherdengott zu beten und niemand gewungen werden, den Besammlungsort mitzufinanzieren.

Weiter darf jeder, der an die flache Erde glaubte, den Glauben verlassen, gefahrlos, und ab sofort glauben, dass die Erde ein Würfel ist.

So weit garantiert der Staat die Religionsfreiheit. Weiter nicht.

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siehe auch Religion und Politik und Religion reicht nicht

Religion reicht nicht

Religion reicht nicht als Grund für eine Ausnahmeregelung. Religion beruht auf Offenbarung, oder auf der Erzählung von Offenbarung, oder auf der Interpretation von der Erzählung von Offenbarung. Offenbarung lässt sich aber nicht unterscheiden von Halluzination.

Wer glaubt, mit Religion könne er eine Ausnahme von einem Gesetz begründen, hat den Boden der Realität verlassen.


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siehe auch Religionsfreiheit ist privat und Religion und Politik

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Der Abschied vom Lieblingskind

Am Sonntag, 29. November 2009 entdeckten die Medien den Weggang ihres liebsten Kindes: Den Verlust der Meinungshoheit.

Sie hatten es Jahrzehnte lang behütet und gehätschelt, und aufmerksam darüber gewacht, dass es sich nicht von ihnen lossagen konnte, und doch war es nun weg.

Aber als die Medien über die Bösartigkeit und Abartigkeit des Abstimmungsergebnisses berichteten und selbstbewusst eine Umfrage zu ihren Artikeln auf das Internet stellten, und sie dann die Leser-Kommentare sahen, da bemerkten sie ihren Verlust:

Die Meinungshoheit war nicht mehr in den Redaktionen, sie war im Internet beim Volk.

Die Trauerarbeit beginnt.

Der politische Nutzen der Rassismus-Kommission

Am Anfang des Ergebnisses stand die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR

Das Intitativ-Kommittee begann mit einem Null-Budget und kam erst durch den Rummel um die Plakat-Verbote zu Spenden, so dass sie plötzlich im Geld schwammen, wie ein Mitglied gegenüber dem Tages-Anzeiger sagte.

Die Verbote haben also gewirkt. Zensur wirkt immer.

Aber der Rummel, die Empörung wäre nur halb so gross gewesen, wenn die Plakate einfach so verboten worden wären. Was das Geschrei besonders anschwellen liess, war die Tatsache, dass die Minarette als Raketen dargestellt wurden, die Schweizer Flagge durchstiessen, und dass die Frau mit der Burka bedrohlich war.

Diese Formulierung haben wir in jeder Zeitung gelesen, auf jedem Kanal gehört, von jedem Politiker, ausser von ganz, ganz rechts natürlich.

Und diese Formulierung, die keinem Test standhält, denn die Blaue Moschee hat nun mal solche Türme, und saudische Muslime packen nun mal ihre Frauen in solche Zelte - diese Formuierung stammt direkt von der unabhängigen, neutralen, zurückhaltenden und fairen Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus EKR. Aus der sogenannten Analyse, die sie zum Plakat abgab:
Die Minarett-Türme werden sehr hoch und mit grossen Ausmassen dargestellt, teilweise als Raketen, welche das Territorium der Schweiz durchdringen oder wie Missiles die Schweiz beherrschen.
[..]
Das Plakat des Initiativkomitees kombiniert mit dem oben genannten Bild zusätzlich die Darstellung einer tief verschleierten Frau (Tschador / Burka), die schwarz und bedrohlich im Vordergrund steht. (Original-pdf)

Und dann kommt der Teil, den die ERK als Analyse bezeichnet.

Die Umdefinition der Minarette in Raketen (durch die EKR!) und die Behauptung, die Frau im Zelt sei bedrohlich dargestellt, beflügelte die EKR zu höchster Kreativität.

Da wird vom Schüren von Vorurteilen geschrieben, von Pauschalisierung, von Suggestion von Gefahr, Verunglimpfung, Diffamierung, Ausgrenzung, Diabolisierung, Verunglimpfung. Ein Feuerwerk. Chapeau! Ein nüchterner Mensch kriegt das nicht hin.
1. Die Plakate nähren Vorurteile, sie sind pauschalisierend und stellen den Islam global als negativ und als eine Bedrohung dar. Sie inszenieren eine Islamisierung der Schweiz, die es so nicht gibt. [Anm. d. Bloggers: amüsant ist, dass die Islamisierung grundsätzlich nicht verneint wird, es gibt's nur "so" nicht]

2. Die Plakate/Inserate suggerieren, dass von der hiesigen muslimischen Bevölkerung eine Gefahr ausgehe und dass man sich vor dieser fürchten müsse. Diese wolle die Schweizer Bevölkerung beherrschen, unterdrücke Frauen und missachte die Grundrechte.

3. Diese Darstellung kommt einer Verunglimpfung und Diffamierung der friedlichen muslimischen Schweizer Bevölkerung gleich. Die Plakate grenzen die religiöse Minderheit aus und diabolisieren diese. Die muslimische Bevölkerung der Schweiz wird instrumentalisiert, um andere politische Zwecke zu erreichen.

4. Im Unterschied zu anderen politischen Ausmarchungen im direktdemokratischen System der Schweiz – findet hier (wie auch bei populistischen Kampagnen zur Ausländer- und Asylpolitik) ein "Reden über die Anderen" anstatt ein "Reden miteinander" statt. Es gibt nicht zwei Subjekte, die im politischen Streit liegen, sondern der betroffene Bevölkerungsteil wird zum Objekt gemacht, über welches man verfügen und welches man verunglimpfen kann.

Wenn's genügend Orthographie-Fehler hätte, könnte man meinen, man lese in einem Fundi-Forum.

Alle hatten auf die Fatwa der EKR gewartet, und die Vorgabe der EKR zündete dann sofort:
Mit diesem Blankoschein "die EKR hat's geschrieben" konnte nun jeder Journalist und jeder Politiker losdreschen - da braucht man nicht mehr das eigene Hirn einzuschalten, da kann man einfach nachbeten. Die Diskussion schlug ein und explodierte in Zeitungen, im Radio, Fernsehen und in den Blogs. Die Unterstellungen bekamen Wahrheits-Wert für alle, die nicht so gerne denken.

Das stiess diversen Schweizern auf. Sie schalteten ihr Hirn ein. Sie sahen sich die Sache an. Sie erkundigten sich. Sie zogen ihre eigenen Schlüsse. Sie zogen die Konsequenzen.

Das Ergebnis ist bekannt. Gut, dass es die EKR und ihre Analysen gibt.

Die Lügenblase ist geplatzt.


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siehe auch Die Raketen der EKR

Eidgenössische Kommission gegen Rassismus: Organisation
Eidgenössische Kommission gegen Rassismus: Mitglieder

«Unser Krieg wird weitergehen»

Nach der Abstimmung werden jetzt Schweizer Webseiten gehackt. Ist ja nur Dampf ablassen. Sonst sind sie nett. Kinderei. Unwichtig. Die Hacker können einfach nicht so recht mit Frust umgehen. Das hat nichts mit nichts zu tun.

Wir haben euch reingelegt

Wir haben euch geschrieben, dass das Streben auf dem Wege Allahs Gewalt einschliesst, und dass man das im Brief der Islamgelehrten an den Papst lesen konnte, und ihr habt uns nicht geglaubt und den Brief zerrissen, denn sowas behaupten nur Xenophobe und Rassisten.

Wir haben euch geschrieben, dass der Islam die Menschenrechte nur akzeptiert, wenn sie der Scharia untergeordnet sind, und dass man das im Grundsatzpapier der internationalen Islamgelehrten lesen kann, in der Kairoer Erklärung der Menschenrechte, zum Beispiel in Artikel 24, und ihr habt uns nicht geglaubt und den Kommentar gelöscht, denn sowas behaupten nur Xenophobe und Rassisten.

Wir haben euch geschrieben, dass die Exponenten der Schweizer Muslime, eure Freunde, die Scharia wollen, wie sie in Interviews in euren Zeitungen gesagt haben, und ihr habt uns nicht geglaubt, sondern euch von jenen Exponenten beruhigen lassen, denn sowas behaupten nur Xenophobe und Rassisten.

Wir haben euch gesagt, dass die Morddrohungen gegen Rushdie, Hirsi Ali, Wafa Sultan und Mina Ahadi etwas mit dem Islam zu tun haben und dass sie darum Polizeischutz brauchen, und ihr habt eure Freunde gefragt, und die haben gesagt, ach, diese Xenophoben und Rassisten.

Wir haben euch gesagt, dass Minarette schon von Muslimen selber als Bajonette der Eroberung bezeichnet wurden, und ihr habt, obschon es in euren Zeitungen stand, eure Freunde gefragt, und die haben gesagt, ach, diese Xenophoben und Rassisten.

Und dann habt ihr vor der Abstimmung eine Umfrage gemacht, um das Ausmass eures Sieges abschätzen zu können, und wir haben gesagt, aber nein, wir wollen kein Minarettverbot.

Da endlich habt ihr uns geglaubt, denn wir sagten, wie es eure Freunde machen, einfach das, was ihr gerne hört.

So kam es, wie es kam.

Und jetzt behauptet ihr, wir hätten euch reingelegt, denn sowas machen nur Xenophobe und Rassisten.


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NZZ 3.12.2009: Vom Glauben zum Wissen
NZZ 3.12.2009: Die Deutschen und das Minarett

Bericht aus Sicht der Initianten

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Minarettverbot kippen?

So einfach dürfte das nicht sein, sagt der Präsident des Europäischen Menschengerichtshofs
Eine Schwierigkeit liegt nach Darstellung des Präsidenten auch in der Pflicht des Beschwerdeführers nachzuweisen, dass er ganz persönlich in seinen Menschenrechten beeinträchtigt ist. Das liege nicht unbedingt auf der Hand, nur weil eine Moschee nicht mit Minarett ausgestattet werden könne. (Quelle)

Die Jungen waren dafür, Muslime nur diskret

Die Jungen waren dafür weil sie die Wirklichkeit kennen
Ich habe im Vorfeld der Abstimmung viele Schulen – sowohl Gymnasien als auch Berufsschulen – besucht. Die Zustimmung unter den Jungen war immer sehr gross. Diese kam aber nicht einfach aus dem nichts und war auch nicht von den Plakaten getrieben. Die Zustimmung entstand vor allem aus den persönlichen Kontakten, die viele junge Leute am Arbeitsplatz, in der Schule und Abends im Ausgang mit schlecht integrierten Muslimen gemacht hatten. (Quelle)


Und anständige Muslime waren auch dafür, aber ..
Ich kenne viele junge gut integrierte Muslime, die unsere Freiheitsrechte und Gleichstellungsrechte in der Schweiz hoch schätzen und die auch deshalb keine Minarette in der Schweiz wollen. Nur: Wir wollten mit etwa 15 jungen Muslimen einen Video für Youtube zu diesem Thema drehen. Kein einziger wagte, vor die Kamera zu treten.

Aus welchem Grund?
Es hiess: Ich kann das nicht machen, mein Vater oder meine Familie, die würden das überhaupt nicht verstehen. Einzelne waren sicher, dass sie aus der Familie ausgestossen würden.

"Bist du ein guter Muslim?" Das wirkt.

Augen zumachen

Solange man nicht wahrnimmt, was im weltweiten Konsens der Islamgelehrten steht, solange wird man über Türme und Tücher reden. Den Konsens kann man nachlesen in der Kairoer Erklärung der Menschenrechte, insbesondere Artikel 24.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Tariq Ramadan analysiert die Situation

Er weiss sogar etwas über den Hintergrund der Kampagne, das wir nicht gewusst haben:
Die Minarette sind bloß ein Vorwand – die SVP wollte ursprünglich eine Kampagne gegen die islamischen Traditionen des Schlachtens von Tieren fahren, fürchtete dann aber, den schweizerischen Juden zu nahe zu treten [..]. (Quelle)

ähm .. Schächten ist in der Schweiz bereits verboten, Herr Ramadan, da braucht's keine Kampagne.

Sie sind wohl etwas nervös, Herr Ramadan, da gelingt nicht einmal das Lügen so recht.
Wollen wir uns ein wenig über die islamischen Werte unterhalten, die sie so offen verteidigt haben - wollen wir uns über das Moratorium zum Steinigen unterhalten? Da?

Dafür waren nur die Frauen und die Doofen

Das erzählt jedenfalls der hochqualifizierte Experte Michael Hermann in der NZZ

Im Kommentarteil schreiben dann diese Doofen zum Beispiel:

Nicht Frau, nicht ungebildet (Promotion+++), Goldküstenbewohner ...
in der Nähe eines Minaretts in der Stadt aufgewachsen, nicht schwul, nicht SVP-Angehöriger, höchste Einkommenskategorie, international tätig, internationale Familie, viel gereist auch in islamischen Ländern und trotzdem Ja gestimmt (und das nach längerem Abwägen, fundiertem Faktenstudium und letztlich aus barer Überzeugung).

Ich selbst Dipl. El. Ing. ETH, also einer der erwähnten Dummen, habe Ja gestimmt. Habe dienstlich in vielen Ländern der Welt verbracht (teilweise lange Arbeitsaufenthalte abseits der Städte im Arbeiterumfeld). In allen hätte ich mich ohne Probleme niedergelassen, ausser in den menschenverachtenden muslimischen „Demokratien“.

Ich bin garantiert besser gebildet und 100x besser über den Islam informiert als 99.9% der Leute, die gegen die Initiative gestimmt haben.
ICH BIN BEREIT, DARAUF ZU WETTEN UND NEHME JEDE HERAUSFORDERUNG ZUR OEFFENTLICHEN DEBATTE AN. [..]
NB: Ich bin polyglott (spreche 5 Sprachen), habe Physik, Informatik und Oekonomie studiert und bereise stetig die ganze Welt, inklusive muslimische Länder.

Tja, auch ich, konfessionslos, promovierter Ingenieur ETH aus ländlicher Gegend mit langjährigen Aufenthalten im Ausland habe an der Urne wohl den IQ- und Geschlechts-Test übersehen...
Der gute Herr Michael Hermann hat wohl die falsche Kristallkugel befragt.

Gegen die Menschenrechte?

Wohl gar nicht:
Der EMRK nach sind Einschränkungen möglich, wenn sie für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheit, Moral oder zum Schutz der Freiheiten anderer nötig sind.


Quelle hier. Im Artikel wird dann noch eine gegenteilige Meinung abgegeben - aber wenn man das Schächtverbot ansieht, dann wird's dünn beim Gang nach Strassburg.


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Die Langenthaler wollen jetzt ja bereit das Minarett umdefinieren zum Türmchen.

Pakistanische Reaktionen

Aus einem Kommentar bei PI (01. Dez 2009 16:40)
Karachi: November 30, 2009. (PCP) Dr. Nazir S Bhatti, President of Pakistan Christian Congress PCC expressed surprise on statement of Pakistani representatives in UNHRC expressing concern on Swiss vote ban on construction of minarets on mosques and other Islamic institutions in Switzerland when construction of new Churches in Pakistan has to follow strict government guidelines which prohibits one furlong from existing mosque and use of loudspeakers.

Nazir Bhatti said ” Christ The King processions and other open rituals have been banned in public places from decades but not any Muslim human right activists have raised voice against government actions to damage true spirit of religious freedom in Pakistan but their protests in name of human right against Swiss government vote to ban minarets is index of substandard”

Quelle


Aus dieser Pressemitteilung pakistanischer Christen kann man entnehmen, welche Gesetze in Pakistan gültig sind:

Der Bau von Kirchen kann nur nach sehr strengen Richtlinien geschehen. So wird bspw. ein Mindestabstand von einer Viertelmeile (=”furlong”) zu bereits bestehenden Moscheebauten vorgeschrieben und Lautsprecher sind (an Kirchen) ganz verboten. Außerdem sind Prozessionen und “offene Rituale” ganz verboten.

Wenn tatsächlich die Diskriminierung das Problem ist, könnte die SVP das relativ leicht lösen, indem sie das Gesetz umformuliert: Verboten sind nicht Minarette, sondern generell alle Bauten, die dazu dienen oder dienen könnten Rufe, Gesänge oder Durchsagen sakraler Natur zu verbreiten. Das Verbot richtet sich dann gegen alle Religionsgemeinschaften und ist somit diskriminierungsfrei.
 

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