"Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben", wetterte er in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten. Man müsse es den Christen in den islamischen Ländern verbieten. Denn solche Feste seien "haram", verstießen also gegen den islamischen Glauben. (Quelle)In üblicher Kompetenz verwechselt er auch noch gleich Geburtstag Christi und Besuch der Weisen, und das entsprechende Datum
Der Scheich setzte seiner Tirade sogar noch einen drauf und spottete über die Christen, die sich auf kein bindendes Geburtsdatum Christi einigen konnten. "Die westlichen Kirchenfeiern am 25. Dezember, die anderen am 7. Januar. Sie sind sich nicht einmal sicher, ob Jesus im Winter oder im Sommer geboren wurde", frotzelte der lange über alle Kritik erhabene Imam.Der hoch kompetente Mann hat auch den Europäischen Fatwa-Rat gegründet, gibt damit europäischen Muslimen Rat in Glaubens- und Verhaltensfragen und er hat einen Leitfaden für Muslime in fremden Landen geschrieben, der auch Nicht-Muslime über den Islam kompetent aufklärt und Vorurteile klärt.
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Hintergrundinfo gibt es im Artikel Fatwa für den Weihnachtsgruss, ebenso im ersten Kommentar des entsprechenden Artikels bei kewil
To wish the non-Muslims with Merry Christmas or any of their religious festivals is haraam (forbidden) (Quelle)und bei karleduard
kein Einziger von den Großgelehrten hat gesagt, man darf die Feste der Kuffar (Ungläubige) feiern! … Das geht also auch so weit, dass wir keine Geschenke oder Glückwünsche annehmen dürfen, die bezüglich ihrer Feste sind. Denn damit unterstützen wir sie in ihrer Meinung, dass sie ihr Fest feiern richtig ist.Nett, richtig nett.
beretta · 797 weeks ago
Michael · 796 weeks ago
ZMD kommentiert Aussagen von Scheich Al-Qaradawi zum Weihnachtsfest: Verbot wäre islamisch unbegründbar
Minarettverbot belastet Verhältnis unter den Religionen deshalb ist Besonnenheit gefragt – Cheich z.T. falsch wiedergeben - Zentralrat wünscht allen Christen eine frohes Weihnachtsfest
Der ZMD wünscht allen Christen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Gedenken an unseren gemeinsamen Propheten Jesus, Sohn der Maria, Friede sei mit ihm.
„Ein Verbot des Weihnachtsfestes wäre islamisch nicht zu begründen.“, so Dr Ayyub Köhler, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime. Eine solche Forderung soll der in Qatar lebende Scheich Al-Qaradawi laut Zeitungsberichten jedoch erhoben haben.
Diesen Widerspruch ging der ZMD mittels Durchsicht der Materialien des fragwürdigen Übersetzungsdienstes Memri nach. Auf Basis dieses Materials hat der in Doha lebende Scheich Al-Qaradawi zusammengefaßt das Folgende zum Weihnachtsfest geäußert, wie es in Doha von Muslimen gefeiert würde:
Scheich Qaradawi kritisierte die lokalen muslimischen Inhaber von Geschäften, welche „die Geburt Jesu, Friede sei mit ihm, genannt Christmas zelebrierten [...] mit ihren vier bis fünf Meter hohen Weihnachtsbäume“ um des Kommerzes willen („nur für den Gewinn, für Geld“) und die gesamte Straßendekoration. Dies sei für Muslime unstatthaft und unpassend („ein Fest einer Religion zu feiern, die nicht Eure ist, währenddessen andernorts der Bau von Minaretten Muslimen verboten würde.“)
Davon, dass Christen das Weihnachtsfest nicht feiern dürften, ist in seiner Rede auf Arabisch nichts zu hören. Eine solche abstruse Forderung wäre auch ein Novum. Die lokale Situation in Qater vermag der ZMD nicht zu beurteilen.
In diesen Tagen ist das Verhältnis von Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft durch das Minarettverbot in der Schweiz und die unselige Diskussion darüber getrübt. Es gibt jedoch keine Symmetrie im Unrecht. Vielmehr muss allen Versuchen Zwietracht zu säen eine deutliche Grenze gesetzt werden. Es ist den Muslimen wohl bewußt, dass gerade die Kirchen und die jüdischen Gemeinden in der Schweiz, Deutschland und Europa sich in aller Deutlichkeit gegen das Minarettverbot ausgesprochen haben.
Mögen die Tage der Besinnung dem Frieden aller dienen und wir uns auf unsere gemeinsamen abrahamitischen Werte besinnen, ob in Kirche, Moschee oder Synagoge. Ein jeder nach seiner Facon. In diesem Sinne wünscht der Vorsitzende des ZMD, Dr Ayyub Köhler: „Ein frohes Fest!“.
PlainCitizen 62p · 796 weeks ago
PlainCitizen 62p · 796 weeks ago
Es handelt sich beim Minarettverbot nicht um Unrecht, ausser man lege die Scharia / die Dominanz des Islams zu Grunde.
Symmetrie des Unrechts heisst auf islamisch gar nichts, weil es nur Recht gibt, das Muslime den Nicht-Muslimen antun dürfen, und Unrecht, was auch immer Nicht-Muslime den Muslimen nicht zuliebe tun.
"Vielmehr muss allen Versuchen Zwietracht zu säen eine deutliche Grenze gesetzt werden."
.. ist wieder mal eine Drohung, formuliert in der islamischen Denkweise. (Zwietracht = Fitna, und die gibt es, wenn jemand es wagt, öffentlich anderer Meinung als die Islam-Anhänger zu sein.)